| < zurück | |
| Kalender - Monate - Oktober | |
Auch wenn der Oktober noch einige nachsommerliche Sonnentage haben kann, die besonders den Winzer erfreuen, sind die Nächte doch bereits recht kühl und es ist spätestens ab Severin (23. Okt.) mit einem Frost als Vorboten des Winters zu rechnen. Auch im Garten wird nun die Ernte gesichert und für empfindliches Vieh beginnt die Stallsaison.
Im Gilbhart räum den Garten,
denn willst du warten,
so kommt die Kälte
und nimmt die Hälfte.
Oktobersonne kocht den Wein
und füllt auch große Körbe ein.
So schön ein goldener Oktober mit viel Sonne (Altweibersommer) auch für den Winzer und den Spaziergänger ist: der Landmann wünscht sich doch herbstliches Wetter:
Bringt der Oktober viel Regen,
so ist’s für die Felder ein Segen.
Viel Regen im Oktober, viel Schnee im Dezember.
Einerseits fürchtet man einen frühen Frosteinbruch, andererseits ist ein kalter Oktober willkommen, da er ein übermäßiges Aufkommen unerwünschter Kleintiere behindert:
Bleibt im Oktober das Laub am Ast,
viel Ungeziefer du zu befürchten hast.
Nichts kann vor Raupen mehr schützen
als Oktobereis in Pfützen.
Ein kalter und nasser Oktober deutet auf einen milden Winter, besonders dann, wenn bereits Schnee fällt:
Ist Oktober warm und fein,
kommt ein scharfer Winter hinterdrein.
Ist er aber naß und kühl,
mild der Winter werden will.
Schneit’s im Oktober gleich,
wird der Winter weich.
Wenn Frost und Schnee im Oktober war,
so folgt ein gelinder Januar.
Hält der Oktober das Laub lange fest,
so sorge für ein warmes Nest.
Im Oktober der Nebel viel,
bringt der Winter Flocken viel.
Warmer Oktober bringt fürwahr,
uns sehr kalten Februar.
Hält der Oktober das Laub,
wirbelt zu Weihnachten der Staub.
Wie im Oktober Regen hausen,
im Dezember Winde sausen.
Ab der zweiten Hälfte des Oktobers, wenn meistens die herbstlichen Stürme einsetzen, gilt der Mondhof als Vorbote eines Sturmes:
Hof üm den Maan,
so’n Kreis as so’n Wagenrad,
denn weeten wi Bescheid.
(aus Mecklenburg)
Im Oktober Sturm und Wind,
uns den frühen Winter kündt.
Gewittert es im Oktober, so wird das Wetter wechselhaft:
Oktobergewitter sagen beständig,
der künftige Winter sei wetterwendig.
Wenn´s im Oktober donnert und wetterleuchtet,
der Winter dem April mit seinen Launen gleichet.
Wetterzeiger sind auch das Verhalten der Tiere oder die Üppigkeit, mit der manche Waldbäume fruchten:
Wenn im Oktober die Füchse bellen,
rufen sie Schnee herbei.
Wenn man im Oktober die Schafe mit
Gewalt eintreiben muß, so fällt im Winter viel Schnee.
Tummelt sich die Haselmaus, bleibt der Winter lange aus.
Späte Rosen im Garten, läßt den Winter noch lange warten.
Wenn Buchenfrüchte geraten wohl,
Nuß- und Eichbaum hängen voll:
So folgt ein harter Winter drauf,
und fällt der Schnee zuhauf.
Wenn der Oktober gelinde war,
folgt ein kalter Februar.
Wie der Oktober, so der März,
das bewährt sich allerwärts.
Wetterlostage im Oktober sind besonders St. Dionys (9.10.), St. Burkhard (11.10.), Hedwig (16.10.), St. Gallus (17.10.), St. Ursula (21.10.), St. Severin (23.10.), Simon und Judas (28.10.).