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| Kalender - Monate - September | |
Auch wenn der September noch einige schöne und warme Tage haben kann, spürt man an den kühl gewordenen Nächten doch das Ende des Sommers. An schönen Tagen glitzern morgens überall Spinnweben, die von jungen Spinnen erzeugt werden, die sich daran durch die Luft treiben lassen. Weil die silbrigen Fäden an ergrautes Haar gereifter Damen erinnnern, die einen zweiten Frühling erleben, spricht man vom Altweibersommer, den es allerdings nicht in jedem Jahr gibt, wie eine für Anfang September gültige Bauernregel drastisch-derb bezeugt:
Ziehen die wilden Gänse weg,
fällt der Altweibersommer in’n Dreck.
Dafür gibt es späten Sonnenschein manchmal noch als goldenen Oktober.
Der September gilt als Gegenbild des Mai:
Durch des September heitern Blick
schaut einmal noch der Mai zurück.
Septembergewitter sollen Grund zur Hoffnung auf eine gute Obst- und Weinernte sein. Wärme und linder Regen erfreuen den Bauern, können dem Winzer aber die Lese verderben:
Septemberanfang mit feinem Regen
kommt allzeit dem Bauern entgegen.
Septemberregen kommt der Saat gelegen.
Septemberregen - dem Bauern Segen,
dem Winzer Gift, wenn er ihn trifft.
Wenn Matthäus (21. Sept.) weint statt lacht,
er aus dem Wein oft Essig macht.
War das Wetter im Juli schlecht und blieb es dabei im August, so braucht auch für den September nichts Gutes mehr erhofft werden:
Was Juli und August nicht taten,
läßt auch September nicht geraten.
Ende September beginnt traditionell der alpine Viehabtrieb. Das Vieh wird geschmückt zu Tal geleitet, wo es mit Musik und Böllerschüssen begrüßt wird.
Vom Wetter des September wird gern auf die kommende Zeit geschlossen:
Wie im September tritt der Neumond ein,
so wird das Wetter im Winter (den Herbst durch) sein.
Wenn der September noch donnern kann,
setzen die Bäume noch Blüten an.
September warm - Oktober kalt.
Wenn im September Spinnen kriechen,
sie einen harten Winter riechen.
Sitzten die Birnen Anfang September noch fest am Stiel,
bringt der Winter Kälte viel.
Viel Eicheln im September,
viel Schnee im Dezember.
Im September viel Schleh´, im Dezember viel Schnee.
Nach Septembergewittern
im Winter Schnee- und Kältezittern.
In den September fällt auch die Brunftzeit der Hirsche:
Wie der Hirsch an ägidi in die Brunft tritt,
so tritt er an Michaeli (29. Sept.) wieder heraus.
Wobei sie sich vorsehen müssen:
Frische Septemberluft den Jäger zum Jagen ruft.
Wetterregeln zu bestimmten Terminen (Wetterlostage) finden sich in den Artikeln zu den jeweiligen Tagen.