| Kalender - Woche | ||
ital. Sabato, span. Sabado, frz. Samedi, engl. Saturday, hebr. Schabbat, jidd. Schabbes
Der englische Name Saturday verweist wie der mecklenburgische Name Saterdog auf den altrömischen Gott Saturn, dem der Sonnabend planetarisch zugeordnet ist.
Der siebte Tag der Woche, an dem nach biblischer Überlieferung alle Arbeit ruhen sollte. Der eher im norddeutschem Raum verbreitete Namen Sonnabend rührt von der Tradition her, Feste und Tage am Vorabend des betreffenden Tages zu beginnen. Der jüdische Sabbat beginnt am Freitagabend mit dem Lichtanzünden und endet am Samstagabend mit dem Hawdala-Ritus. Gedacht wird der Vollendung des Schöpfungswerkes (5. Mose 5,12ff.)
Im christlichen Volksglauben heißt es:
De Moder Gotts drögt Soterdag ör Holl (ihre Haube, vgl. Frau Holle).
Niest man nüchtern am Sonnabend, so soll manches zurückgehen (Sechstes und siebentes Buch Mosis, 134).
In der Gegend um Ansbach sagte man: wer samstag abends spinnt, spukt nach seinem Tod (GRIMM, A. 680)
Erbsen darf man nur am Mittwoch und Sonnabend säen, sonst holen sie die Vögel weg. (aus Stendal, KUHN u. SCHWARTZ, C. 361)
In Schleswig-Holstein galt der Sonnabend als Backtag. (BÄCHTHOLD-STÄUBLI, I,771)
Ein wenig Sonne soll es am Vortag des Sonntags immer geben meint man zumindest in Mecklenburg:
Dor ist kein Saterdog so dick, dat dei Sünn’ nicht deit ’n Blick.
Gemäß einer Bauernregel wird der Winter dann besonders streng ausfallen, wenn der Neujahrstag auf einen Sonnabend fällt.
Wie das Wetter am Abend des Sonnabends ist, so soll es die kommende Woche über sein.
Die Wochentage: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend (Samstag)