| Kalender - Monate | ||
(german.; wohl zu lat. vices Wechsel) Eine sehr alte Einteilung der Zeit, möglicherweise babylonischen Ursprungs, ist die Woche. Von Babyloniern und Juden kam die Woche zu den Griechen und Römern. Unter Kaiser Konstanin wurde dieser Rhythmus 321 n. gesetzlich eingeführt.
Jeweils sieben Tage werden zu einer Woche zusammengefaßt, die unabhängig von Kalender oder Jahreszeit, Jahr oder Monat durchgezählt werden.
Bei den Griechen verwendete zuerst Aristoteles den Begriff der Woche (hepdomas o. heptas, siebentägig). Die Römer kannten einen neuntägigen Rhythmus, bei dem jeweils am 9. Tag ein Wochenmarkttag war. Den Sonntag als Ruhetag kennt das abendland erst set Konstantin, der ihn zum Tag der Sonne (des Herrn) bestimmte.
Die Wochentage außer dem Sabbat (Ruhetag) waren bei den Juden unbenannt, ebenso bei Griechen und Römern (man zählt(e) stattdessen der erste, zweite, dritte usw. Tag).
Bei den alten Römern umfaßte die Woche nicht sieben, sondern neun Tage. Frei waren nur die nundinae, also der neunte Tag einer Woche.
Spätlateinisch wurden die Tage nach Göttern bezeichnet, denen die damals bekannten Planeten zugeordnet waren. Diese Namen haben sich als Namen römischer Götter in den romanischen Sprachen stark erhalten. Im Deutschen wurden die mediterranen Götternamen durch die entsprechenden germanischen ersetzt.
Unsere Wochentage sind Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend (Samstag). Dem entsprechen die germanischen Wochentage Sonntag, Mondtag, Diustag, Wodanstag, Donarstag, Freyastag und Laugtag.
Die Wochentage und ihre Planeten: Sonntag - Sonne,
Montag - Mond,
Dienstag - Mars,
Mittwoch - Merkur,
Donnerstag - Jupiter,
Freitag - Venus,
Sonnabend - Saturn
Diese Herrschaften der Planeten werden noch durch Zuordnungen der Planeten zu den Stunden des Tages verfeinert, wobei je nach Wochentag ein anderer Planet die Stunde beherrscht. Eine Übersicht findet sich unter Stundenherrscher.
Bei den Juden ist der siebte Tag der Sabbat, gemäß der Überlieferung, Gott habe seine Schöpfung an sechs Tagen getan und am siebten Tag geruht (1. Mose 2,1-3). Von den Essenern, einer besonders gesetzesstrengen jüdischen Sekte zur Zeit Jesu, der auch Johannes der Täufer nahegestanden haben soll, heißt es abweichend, sie hätten den Sabbat am Mittwoch gehalten, da es erst nach der Erschaffung der Lichter am Firmament (vierter Tag der Schöpfung, 1. Mose 1,14-19) von Tagen und Nächten gesprochen werden könne (Lehmann 1970, S. 95ff.).
Die Essener hätten statt des sonst üblichen lunaren einen solaren Kalender gehabt und dieser Umstand soll die terminlichen Schwierigkeiten erklären, die sich ergeben, wenn Abendmahl, Verhör und Kreuzigung tatsächlich am Vorabend des Pessach-Festes stattgefunden hätten sowie die Mißachtung des Ruhegebotes am Sabbat - Jesus und seine Anhänger folgten schlicht einer anderen Zeitrechnung als das offizielle Judentum (ebd.).
An einigen der Wochentage sollen in aller Regel bestimmte Wetterbedingungen vorherrschen, beispielsweie soll am Sonntag — und sei es auch nur kurz — die Sonne scheinen. Oder das Wetter an einen bestimmten Tag sei für die kommenden Tage richtungsweisend. Näheres unter den einzelnen Wochentagen: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend