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| Kelten / Rittersage | |
(Arthur) Ein britischer Sagenkönig, der um 500 gelebt haben soll. Die Verteidigung seiner Heimat gegen angelsächsiche Eroberer mißlang ihm zwar, doch wurde er dank seiner Heldenhaftigkeit zum Vorbild des tapferen Ritters. In die höfische Dichtung des Mittelalters hielt Artus besonders durch die Dichtung des Chrètien de Troyes Einzug.
Artus gilt in der britischen Sage als Sohn des Königs Uther Pendragon und Igraines, der Gattin des Herzogs Gorlois von Cornwall; der Zauberer Merlin wurde sein Ziehvater. Uther Pendragon starb und man war über die Nachfolge im Zweifel. Merlin riet, man solle denjenigen als rechtmäßigen König erkennen, der ein Schwert aus einem Stein ziehen könne; dieses Schwert war urplötzlich in London zu sehen. Niemandem gelang das Stück. Artus diente zu jener Zeit einem Ritter als dessen Knappe. Der Ritter wollte in London an einem Turnier teilnehmen, doch fehlte ihm dazu ein Schwert. Artus sah das vermeintliche Schwert, von dessen Bewandnis er nichts wußte, und zog es mit Leichtigkeit aus dem Stein, was ihn zum neuen König bestimmte. Zwar war er nicht sofort allseits anerkannt, doch wieder war es Merlin, der ihm beistand.

Ruinen von King Artus's Castle in Tintagle. Aufn. R. ZOMPRO, 2005.
Als anerkannter König schlug Artus siegreiche Schlachten. In einer davon stand er König Leodegraunce von Schottland gegen die Iren bei und der dankbare Leodegraunce gab ihm seine Tochter Guinevere zur Frau. Merlin wußte, das Guinevere heimlich den Ritter Lancelot liebte, willigte aber doch in die Verbindung ein und segnete das Paar. Zur Hochzeit soll Merlin Artus die Tafelrunde geschenkt haben, einen runden Tisch, an dem 150 Ritter Platz fanden und den Merlin einst für Uther Pendragon hergestellt hatte. Die Verbindung Artus’ mit Guinevere erwies sich als unheilvoll, denn eines Tages gaben sie und Lancelot ihrer Neigung nach. Artus entdeckte die Untreue und Lancelot floh über den Kanal in die Bretagne. Artus setze ihm nach, doch erfuhr er unterwegs, sein Neffe Modred habe sich gegen ihn erhoben, seine Gattin zur Heirat gezwungen und die Burg Camelot besetzt.
Bevor es zur Schlacht kommen sollte, wollten Artus und Mordred sich noch einmal besprechen. Sie hatten ihre Ritter angewiesen, sich ruhig zu verhalten, solange kein Gegner sein Schwert zöge. Einer der Ritter schlug jedoch mit seinem Schwert nach einer Schlange und eine Schlacht entbrannte, der kaum jemand entrann.
Artus selbst wurde schwer verwundet und mußte sich von den wenigen verbliebenen Getreuen von der Walstatt tragen lassen. Artus wußte um sein Ende und ließ sein Schwert in den See werfen, wo wiederum eine Hand auftauchte und das Schwert, es hieß Excalibur, in die Tiefe zog. Artus selbst wurde von drei Frauen, der Königin von Northgales, der Königin von Ödland und seiner Halbschwester Morgen le Fay in einem schwarzen Boot nach Avalon entrückt.
Von Avalon aus soll Artus einst zurückkehren und erneut über Britannien herrschen.
Wolfram von Eschenbach und andere Zeitgenossen wiesen hingegen darauf hin, daß sich Artus’ Hof in Nantes (heute Frankreich) befand. (LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 288)
Das Zauberschwert, das Artus zum Thron verholfen hatte, zog er einmal zu Unrecht gegen einen seiner Ritter. Sogleich zerbrach die Klinge, und Merlin half Artus, indem er dessen Gegner betäubte. An einem Ufer erhielt Merlin ein neues Schwert, das ihm eine aus dem Wasser auftauchende Hand reichte — das berühmte Schwert Excalibur.
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Das Grab des König Artus wollen Mönche Ende des 12. Jahrhunderts im Kloster Glastonbury in Somerset gefunden haben.