Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Kelten - Iren
 

Balor

Bei den keltischen Iren ein einäugiger Riese, der Anführer der Fomore war.

Wen er mit seinem einen Auge anblickte, der war des Todes, da er den Bösen Blick hatte. Glücklicherweise hielt er es meistens geschlossen.

In der zweiten Schlacht von Mag Tured gegen die Thuata dé Dannan tötete er den Nuada. Er wollte auch dessen Bruder Lugh töten. Als er aber von Dienern sein schweres Augenlid anheben ließ, schleuderte ihm Lugh einen Stein in das Auge. Daraufhin stürzte dieser tot zu Boden und die Formoren ergriffen, ihres Anführers beraubt, die Flucht.

Dieses Ende war dem Balor prophezeit worden, denn es hieß, er solle durch seinen Enkel getötet werden. Darum schloß Balor seine Tochter Ethlinn auf der Insel Tory (vor der Nordwestküste Irlands) in einem Kristallturm ein. Ethlinn wurde trotz dieser Vorsicht schwanger und gebar den Lugh, dessen Steinwurf ihm endlich zum Verhängnis wurde.

Der Steinwurf des Lugh soll übrigens derart heftig gewesen saein, daß das Auge des Balor nach hinten aus dem Kopfe trat und sich somit gegen die Seinen wandte und nun die Fomoren umkamen.

 

Todbringende Blicke überliefern die Mythen mehrfach. Die Sagenwelt der Griechen berichtet von der Medusa, die jeden zu Stein werden ließ, der sie ansah. Noch älter ist die sumerische Mythe von Inanna, die dem tödlichen Blick der Ereschkigal erlag.