| Kelten | ||
So nannte man bei den Kelten Sänger und Dichter, die einen besonderen Stand bildeten. Ihren sagenhaften Ursprung hatten sie im Gott Bran, dem Beschützer der Barden.
Mit dem Untergang eigenständig keltischer Kultur verschwand auch das Bardentum. Als erstes verdrängte sie die Romanisierung aus Gallien, auf den britischen Inseln hielten sie sich länger. Als letzter irischer Barde gilt Tourlough O'Carolan (1670-1738), in Wales standen sie bis ins 15.Jahrhundert in hohem Ansehen. Weiter nördlich, in Schottland, gab es den Barden als ein erbliches Amt an adligen Höfen bis 1748.
Ob auch die Germanen den Stand der Barden kannten, ist unklar, doch stand auch bei ihnen die Dichtung in höchstem Ansehen, der betreffende Gott war Bragi. Von Gerstenberg, Klopstock oder K.F.Kretschmann suchten dessen ungeachtet den Ton germanischer Dichtung zu treffen und lehnte sich dabei an Macphersons Ossian an. So bezeichnete Klopstock seine drei Hermanndramen mit Bardenchören Bardiete für die Schaubühne.