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   Kelten
 

Helvetier

Ein keltischer Stamm, der im 2. Jahrhundert im Gebiet zwischen Rhein, Donau und Main saß und von dort aufgrund vordringender germanischer Stämme in das Gebiet der heutigen Nordwestschweiz wich (LINDAUER, Anm. 28-29, in: TACITUS, Germania). Diesem Aufenthalt verdankt die Schweiz ihren lateinischen Namen Confoederatio Helvetica.

CAESAR, der römische Eroberer Galliens, nannte die Helvetier einen der tapfersten gallischen Stämme, hatten sie doch dauernd mit den benachbarten Germanen zu kämpfen (Gallischer Krieg, I,4). Den Römern waren sie auch als Teilnehmer am Zug der Teutonen gegen Rom (102 v.) bekannt. Zu CAESARs Zeit lebten sie zwischen Rhein, Jura-Gebirge und Rhone/Genfer See (ebd., I,2). Diesem beengten Gebiet beschlossen sie durch Auswanderung ins gallische Südfrankreich abzuhelfen und hoffte, dort leicht die Oberhand gewinnen zu können. Die Wanderroute sollte durch römisches Gebiet führen, doch ließ CAESAR gegen sie römische Truppen marschieren. 58 v. war das Vorhaben der Helvetier mit der Schlacht von Bibracte gescheitert, von den laut bei ihnen gefundenen Aufzeichnungen in griechischer Schrift 368.000 ausgewanderten Helvetiern kehrten laut CAESARs Volkszählung 110.000 zurück, der Rest war größtenteils umgekommen (ebd., I,3-29).

Mit diesem Kampf gegen einen keltischen Stamm nahm das römische Vordringen nach Gallien insgesamt seinen Anfang.

Als die Römer im 5. Jh. n. abgezogen waren, drangen germanische Stämme (Alemannen und Burgunder) in die Gebiete der Helvetier ein und lösten die Römer in der Herrschaft ab.