Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Kelten - Iren
 
 

Irland und Iren

Irland (irisch Éire, engl. Ireland) liegt als westliche britische Insel im Atlantischen Ozean. Die vom Golfstrom klimatisch begünstigte „Grüne Insel” mit milden Wintern und kühlen Sommern und reichlichen Niederschlägen umfaßt 70.284 km2 und beherbergt auf überwiegend flachwelligen, seen- und moorreichen Tiefland gut 5,1 Mill. Einwohner. Diese leben, bedingt durch die politische Teilung der Insel, teils im zum United Kingdom gehörenden kleineren Nordirland mit mehrheitlich protestantischer Bevölkerung und der Hauptstadt Belfast und in der mehrheitlich katholischen Republik Irland mit der Hauptstadt Dublin.

Der Landesname Eire ist keltischer Herkunft und soll sich von Erinn der „Dreifachen Göttin” oder der „Dame Eriu” ableiten. Diese ist nach mancher Ansicht mit der griechischen Hera identisch, deren Apfelinsel im Westen liegt — was auf Irland zutrifft. (WALKER, 206)

 

Mythische Herkunft von Irlands Bewohnern

Als erster soll Partholan, Sohn von Sera, mit seiner Frau Dealgnaid (Dalny), seinem Sohn Rury und seinem Bruder Starn vom Westen her auf die Insel gelangt sein. Hier trafen sie bald auf die Fomoren (Meergötter), überwältigten sie und verbrachten sie weg von Donegal nach Norden zur Insel Tory.
Doch wurden die Sieger von der Pest dahingerafft, einzig Tuan, der Sohn des Starn, überlebte und wurde Zeuge der Ankunft des Nemed, dem Sohn von Starns Bruder Agnomon, wobei er sich in einen Hirsch verwandelte. Nemed aber landete mit vier Frauen und vier Männern und gründete eine fruchtbare Siedlung, die mehrfach erfolgreich gegen die Fomoren focht, ehe auch sie von der Seuche zerstört wurde.

Die wenigen Überlebenden gerieten unter die Herrschaft der Fomorenkönige Morc und Conann, erhoben sich gegen diese, ihr Führer Fergus tötete den Conann und sie erstürmten dessen Feste, doch wurden sie schließlich aufgerieben und die Übrigen verließen Irland.
All dies hatte Tuan mitangesehen, der sich nun in einen Wildeber verwandelte.

Als nächste Bewohner Irlands gelten die Firbolg, die über das Meer aus Thrakien gekommen sein sollen, wo sie in Lehmgruben hätten arbeiten müssen, weshalb ihr Name „Beutelmenschen” bedeuten soll. Sie sollen in drei Gruppen eingewandert sein, als Fir-Bolg, Fir-Domnan und Galioin. Tuan, der immer noch Augenzeuge war, soll sich nun in einen Seeadler verwandelt haben.

Zu Herrschern über die Firbolg wurden die Túatha Dé Danann, die vom Himmel herab kamen, aber Kinder der Erdgöttin Dan waren.
Die Túatha Dé Danann besiegten auch die Fomore, die ungeschlachten Bewohner des Meeres, die nach der Niederlage der Firbolg über das Ufer getreten waren.
Die Herrschaft der Túatha Dé Danann endete, als von Spanien die Milesier kamen, welche das Göttergeschlecht überwanden.

Die Firbolg sollen ein Volk ohne besondere Wissenschaft und Technik gewesen sein. Als sie von den Túatha Dé Danann okkupiert wurden, dürften sie den Fertigkeiten der Eindringlinge mit Staunen gegenübergestanden haben und deren Wirken als Zauberei und göttliches Tun betrachtet und entsprechend darüber berichtet haben. Derartige Erzählungen der ungebildeten Firbolg sollen später die Milesier vernommen haben und daraus sei die irische Mythologie mit dem göttlichen Geschlecht der Túatha Dé Danann hervorgegangen.

Die Firbolg, Túatha Dé Danann und Milesier sollen historisch drei keltische Stämme gewesen sein, die nacheinander in Irland einwanderten bzw. einfielen. Die Völker gingen ineinander auf und bildeten gemeinsam den keltischen Stamm der Gälen, deren Name und Sprache im Gälischen erhalten ist, der eigentlichen Sprache Irlands, wo Englisch nur aufgrund der Herrschaftsverhältnisse seit Ausgang des Mittelalters Amts- und Umgangssprache ist.

Es ist aber auch zu lesen, um das dritte Jahrhundert v. Chr. sei der keltische Stamm der Gälen in Irland eingewandert und habe eine nichtkeltische Urbevölkerung verdrängt.

 

Das Christentum hielt im vierten Jahrhundert in Irland Einzug. Nationalheiliger Irlands ist St. Patrick, dessen Tag auch außerhalb Irlands Anlaß zu feuchtfröhlichen Gedenkfeiern in den weit verbreiteten „Irish Pubs” gibt.

Christliche Schutzpatrone über ganz Irland sind Brigida von Kildare, Kolumban der Jüngere, Malachias von Armagh und natürlich Patrick.

 

In England kam seit dem sechzehnten Jahrhundert der Spottname „Paddy” für alle Iren auf. Mit „Paddy” ist nichts anderes gemeint als der irische Nationalheilige Patrick. (BORST, 309)

Sammlung:
Fomore: Balor, Ethlinn, Ethnea, Tethra
Bress
Tuatha Dê Danann: Dana, Dagda, Manannân, Nuada, Lugh, Luno, Ogma, Lir, Midir, Brigit, Goibniu, Abarta, Dian Cêcht
Milesius

Oengus, Morrîgan
Badb
Finn, Finegas