| Kelten - Iren | ||
(auch Mil, Mile) Er ist ein mythischer Held, dessen Söhne, die Milesier (oder Milisianer), zu Invasoren Irlands wurden.
Weil ihr Verwandter Ith von den Tuatha De Danann ermordet worden war, segelten sie von Spanien her nach Irland, wo sie die Tuatha De Danann schlugen, die daraufhin in die Anderwelt unter der Erde zogen. Bei der Anlandung hatten die Milesier der Göttin Irlands versprochen, die Insel nach ihr Eiru zu nennen.
Historisch soll das um 1000 v. Chr. gewesen sein, zu einer Zeit, als die Kelten aus Mitteleuropa randwärts drängten, nach der iberischen Halbinsel und nach den britischen Inseln.
Eber and Eremon, die Nachkommen des Milesius, teilten Irland unter sich auf, Eremon erhielt die nördliche Hälfte, Eber die südliche. Im nordöstlichen Zipfel erhielten die Leute ihres verlorenen Bruders Ir, im Südwesten die ihres Cousins Lughaid, dem Sohn des getöteten Ith, Wohnung.
Bei der Aufteilung ging je die Hälfte des Volkes an Eber oder Eremon. Weil sie aber nur einen Sänger und einen Harfenspieler hatten, ging der Sänger zu Eber und der Harfenspieler zu Eremon. Deshalb sollte in späterer Zeit der Süden die besseren Sänger, der Norden die besseren Instrumentalisten hervorbringen.
Die friedliche Ordnung endete, als die Frau des Eber entdeckte, daß sie unbedingt die drei schönsten Hügel Eirinns haben müße, andernfalls müsse sie Irland verlassen. Unglücklicherweise lag Tara, der schönste Hügel Irlands, im Gebiet des Eremon. Dessen Gattin konnte nicht hinnehmen, daß ihre Schwägerin ihr Land vereinnahme, und es kam zum Krieg. In diesem unterlag Eber und Eremon wurde zum Herrscher über ganz Irland.