Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Kelten - Briten
 

Morgan Le Fay

Die Königin von Avalon, der Apfelinsel in der Anderwelt und Halbschwester von Artus, dessen Widersacherin sie ist, die ihn aber endlich in Avalon aufnimmt.

Morgan Le Fay betrieb maßgeblich den Sturz Artus’ als Herrn der Tafelrunde. Als Artus nach dem Kampf gegen seinen verräterischen Neffen Mordred gestürzt war, holte sie ihn aber mit der Königin von Northgales und der Königin von Ödland in die Entrückung nach Avalon.

Im neuzeitlichen Bestsellerroman „Die Nebel von Avalon” von M. Zimmer-Bradley ist Morgan Le Fay Hohepriesterin und Bewahrerin des alten heidnischen Glaubens, während die Ritter an Artus´ Tafelrunde mehrheitlich dem Christentum zugeneigt sind.

Die in der Sage vermenschlichte Morgan le Fay soll eigentlich keltische Todes- und Schicksalsgöttin Morrigan oder Fata Morgana sein, die wie viele Göttinnen dieser Art als dreifache Göttin Geliebte, Mutter und Zerstörerin in einem ist (WALKER, 740f. u. a.).
Ihr Attribut war der Apfelzweig, Sinnbild für Frieden und Überfluß. Eine Deutung ihrer Rolle in der Artus-Sage sieht sie als „Wintergöttin des Dunkels und des Todes” und „Gegenspielerin von Artus, dem Herrscher des Sommers” (COTTERELL, 151).