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   Kelten - Iren / Geistwesen
 

Sidhe

(von síd, „Hügel”) Ein Volk irischer Alben, die als Nachkommen der Thuata-De-Danaan gelten oder insgesamt die Bewohner der Anderen Welt sind, Götter, Feen oder Verstorbene. Sie sind ganz ähnlich den britischen Fairies bzw. sie bilden mit den Fir Bolg dieses Volk.

Wohnort der als schlank und schön beschriebenen Sidhes sind ihre Hügel (wobei besonders an die vorgeschichtlichen Hügelgräber zu denken ist) oder bestimmte schwimmende Inseln, ihre Königin ist die Maeve.

Bereits die leichte Berührung durch einen Sidhe soll den Menschen mit Krankheit und Wahnsinn schlagen können. Gefährlich seien auch ihre Elben-Pfeile, die das Opfer sofort lähmen bzw. töten. Hat ein Mensch eine Zeitlang mit den Sidhe gelebt, kehre er in jedem Falle verwandelt zurück, sei es als Weiser, Seher und Sänger oder als Irrer.

Es heißt, der erschlagene „Herr der Ernte” ziehe in die von den Sidhe bewohnten Grabhügel und herrsche dort als König der Unterwelt, ehe er zum Julfest wiedergeboren wird. (FRANKLIN, 376)

Sie gelten aber auch als segenbringende Gestalten, welche ähnlich den Nachtfahrern des Festlandes in ordentliche Häuser einkehren, hingestellte Speisen einnehmen und im Gegenzug Glück spenden.
Alljährlich zu Samhain (1. November) zieht die Armee des Síd (Sluagh Sídhe) über die Erde und erscheint den Menschen. Im alten Irland soll diese Armee allerdings noch nicht bekannt gewesen sein. (LECOUTEUX, 32)

Ihnen heilig soll die Brombeere sein. (FRANKLIN, 376)