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   Kleinasien
 

Kilikien

(lat. Cilicia; Cilicien, türk. Çukurova) Eine Landschaft an der Küste des südlichen Kleinasien, im Osten vom Berg Amanus, im Westen von Pamphylien begrenzt, nach Norden hin grenzt es an Lykaonien und Kappadokien. Wichtigster Ort war in der Antike der Hafen Tarsos, weitere sind Mallos und Soloi, heute besonders Adana.

Der Name Kilikien kommt nach griechischer Überlieferung von Kilix, einem Sohn des Agenor von Tyros und der Telephassa. Dessen Tochter Europa war von Zeus nach Kreta entführt worden und Agenor sandte seine Söhne Kilix, Kadmos und Phönix aus, die Schwester zu finden. Weil die Suche ergebnislos blieb, der Vater den Söhnen aber verboten hatte, unverrichteter Dinge heimzukehren, blieb Kilix in Kleinasien, wo er sich am Fluß Pyramos niederließ, und benannte nach sich diese Gegend.

Kiliken galt aufgrund der geographischen Situation als Einfallstor nach Syrien, entsprechend war es günstiger Handelsstandort, aber auch umkämpfter Kriegsschauplatz. In Kilikien liegt zum Beispiel Issos, wo Alexander 333 v. über den Perserkönig Dareios III. siegte.

Im 2. Jh. v. war Kilikien mit seiner reich gegliederten Küste berüchtigter Schlupwinkel von Seeräubern. Mehrfach unternahm Rom seit Beginn des 1. Jh. v. den Versuch ihrer Vernichtung, doch gelang dieses erst 67 v. dem Pompeius.