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| Literaturhinweise - Griechisch-Römische Antike | |
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Hesiod: Werke und Tage. Griechisch / Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Otto Schönberger. Philipp Reclam jun., Stuttgart, 2004. ISBN: 3150094453
Hinweis: Die Zahlenangaben bei den Zitaten im Schwarzen Netz beziehen sich immer auf die Versnummer, nicht auf die Seitenzahl, sofern nichts anderes angegeben ist. Steht ein A. (für Anhang) vor der Zahl, so handelt es sich um ein Zitat des Anhangs der vorliegenden Ausgabem mit der entspr. Seitenzahl.
Hesiod ist neben Homer der zweite der beiden alten großen griechischen Dichter. Der um 700 v. Z. Geborene lebte in Böotien und entstammte einem Bauerngeschlecht aus Askra. Er gilt als erster Dichter, welcher seinem Werk je den Namen des Autors hinzufügte. Auch über seine Berufung zum Dichter gibt Hesiod Auskunft: in seiner Theogonie sagt er, die Musen selbst seien es gewesen, die ihn, der am Helikon seine Schafe hütete, zum rühmenden Verkünder des Künftigen und des Vergangenem erwählt hätten.
Das Lehrgedicht Werke und Tage, abgekürzt wiedergegeben als Erga, ist eine Empfehlung an Perses, den Bruder des Hesiod, sich der Vorzüglichkeit ehrlicher Arbeit zu besinnen, Anlaß war eine Erbstreitigkeit zwischen den Brüdern.
Mit seiner Aussage wendet sich Hesiod aber nicht nur an seinen Brudern, sondern er belehrt die Menschheit insgesamt über die göttliche Ordnung und den Segen rechtschaffenen Strebens. Darüber hinaus gibt er praktische Ratschläge für die Landwirtschaft sowie zur Führung des Betriebs (z. B. Aussattermine, gute und schlechte Tage für allerlei Verrichtungen u. ä.).
Von Hesiod ist neben der Erga noch die Theogonie überliefert.
Die vorliegende Ausgabe zeichnet sich durch eine sehr gut lesbare Übersetzung sowie den umfangreichen Anhang mit Anmerkungen, Literaturverzeichnis und gehaltreichem Nachwort aus und ist darum eine ideale Ergänzung zu der im gleichen Verlag erschienenen, ebenso ausgestatten und von O. Schönberger herausgegebenen Ausgabe der Theogonie.