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 Literaturhinweise - Griechisch-Römische Antike
 
 

Pausanias: Beschreibung Griechenlands

Pausanias: Beschreibung Griechenlands.
Pausanias: Beschreibung Griechenlands. Ausgabe in zwei Bänden, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Ernst Meyer. Reihe: Meisterwerke der Antike. (1972) Ex Libris, Zürich
 
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Pausanias: Beschreibung Griechenlands. Ausgabe in zwei Bänden, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Ernst Meyer. Reihe: Meisterwerke der Antike. (1972) Ex Libris, Zürich.

Die Angaben hinter den auf diesen Seiten gebrachten Zitaten (z. B. Attika, 35,1) beziehen sich immer auf die Randziffern dieser Ausgabe (Kapitelnummer u. Satz), nicht auf die Seitenzahlen!

Pausanias war ein griechischer Geschichtsschreiber, der aus Kleinasien (unsicher, Kappadokien bzw. Lydien, aus Magnesia am Sipylos, heute Manisia) stammte und der im 2. Jahrhundert unserer Zeit lebte.

Er verfasste die „Beschreibung Griechenlands” in zehn Bänden (gr. Perïesis, „Reisebeschreibung”) und schuf damit einen der ältesten Reiseführer der Weltliteratur. Das weitgehend vollständig, wenngleich nur aus recht späten mittelalterlichen Quellen überlieferte Werk gilt als wichtige Quelle für antike Landeskunde und Religionsgeschichte, zählt Pausanias doch eine Fülle von Kulten und Kunstwerken an zahlreichen Standorte von Altären und Tempeln auf und spart auch nicht mit Anekdoten und Histörchen, welche ihm wohl antike Fremdenführer einst erzählt hatten.

Die zehn Bücher der „Beschreibung Griechenlands” sind:

I - Attika
II - Argolis (mit Korinth)
III - Lakonien
IV - Messenien
V - Elis, I. Buch
VI - Elis, II. Buch
VII - Achaia
VIII - Arkadien
IX - Boeotien
X - Phokis

In der vorliegenden zweibändigen Ausgabe enthält der erste Band die Bücher 1 bis 7, der zweite Band die Bücher 8 bis 10, die Anmerkungen des Übersetzers, Literaturverzeichnis, Karten und Pläne sowie das Register der Orte und wichtigeren Denkmäler.

Das ganze Buch ist sehr gut lesbar, man wird es gerne zur Hand nehmen, besonders dann, wenn eine Reise nach dem griechischen Festland ansteht. Die Inseln behandelte Pausanias leider nicht, ebensowenig die griechischen Kolonien außerhalb des heutigen griechischen Staatsgebietes; es fehlen auch die Landschaften Lokris und Doris, was wohl an einer verstümmelten Überlieferung liegt oder daran, daß Pausanias sein Werk unvollendet ließ.

Sehr bedauerlich ist, daß viele vermeintlich für den modernen Leser weniger interessante Passagen herausgekürzt wurden. Manches davon wird zwar in den insgesamt sehr hilfreichen und ausführlichen Anmerkungen angedeutet, ärgerlich ist aber doch, wenn häufig ausgerechnet die Stelle fehlt, nach welcher aufgrund von Quellenangaben in anderen Büchern (beispielsweise Hederichs monumantalem Gründlichem mythologischen Lexikon) gesucht wurde.

Dafür ist diese Ausgabe der „Beschreibung Griechenlands” im antiquarischen Buchhandel recht preiswert aufzutreiben.