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| Literaturhinweise - Magie / Aberglaube | |
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Zu den Abkürzungen in den Zitaten s. u.
Hermann Karl Frischbier (1823 bis 1891) war Sohn eines Maurers und betätigte sich beruflich als Pädagoge, in Königsberg war er Rektor der Altstädtischen Mädchenschule, und Volkskundler. 1882 bis 1884 gab er ein Preußisches Wörterbuch in zwei Bänden heraus. Dabei waren ihm seine durch das Elternhaus mitgeteilten Kenntnisse von Mundart und Sitte der kleinen Leute hilfreich, ebenso viele seiner Kollegen, die ihm ihr Sammelgut zustellten.
Diese Arbeit war eng verbunden mit der Sammlung von Beschwörungs- und Besegnungsformeln, der sich Frischbier, angeregt von der Aufforderung Jacob Grimms, ihm in seiner Sammeltätigkeit zu folgen, annahm.
1870 veröffentlichte Frischbier den Band Hexenspruch und Zauberbann. Ein Beitrag zur Geschichte des Aberglaubens in der Provinz Preußen, erstmals erschienen im Verlag Adolph Enslin zu Berlin.
Das Buch erzählt in zahlreichen Kapiteln vom Verrufen und Behexen im allgemeinen, vom Zauberbann gegen Krankheiten, zum Schutz von Haus und Hof und zum Nutzen im Freien sowie vom Liebeszwang.
Frischbier verwendete für seine Sammlung neben eigener Sammlung einige, stets genau angegebene Quellen. Die auf diesen Seiten wiedergegebenen Abkürzungen bedeuten:
Hintz: Die alte gute Sitte in Altpreußen. Ein kirchlich-sociales Sittengemälde, aus amtlichen Berichten zusammengestellt von C. G. Hintz, Pfarrer in Pobethen. Königsberg, 1862.
Müllenhoff: Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig etc. Herausgegeben von Karl Müllenhoff. Kiel, 1845.
Pisanski: Von einigen Ueberbleibseln des Heidenthums und Pabstthums in Preußen (Abgedruckt in: Wöchentliche Königsbergische Frag- und Anzeignungs-Nachrichten. Anno 1756. Nr. 21 — 25).
Pr. Pr.-Bl. und N. Pr. Pr.-Bl.: Preußische (resp. Neue Preußische) Provinzial-Blätter. Königsberg, 1829 ff.
v. Tettau und Temme: Die Volkssagen Ostpreußens, Lithauens und Westpreußens. Gesammelt von W. J. A. v. Tettau und J. D. H. Temme. Berlin, 1837.
Töppen: Aberglauben aus Masuren mit einem Anhange, enthaltend Masurische Sagen und Märchen. Mitgetheilt von Dr. M. Töppen. Zweite Auflage. Danzig, 1867.
Vom Aberglauben etc.: Vom Aberglauben, welcher bei dem gemeinen Landvolk anzutreffen ist. Von einem Landpfarrer. Pr. Prov.-Bl. VIII, S. 186 ff. (Die Gegend, aus welcher die Mitteilungen stammen ist der kleine Umkreis auf der Landstraße zwischen den Städten A—g. und G—p., — Angerburg und Goldap).
Die Preußischen Sprichwörter sind nach der zweiten Auflage, Berlin 1865, angeführt.
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