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 Literaturverzeichnis - Tarot und Tarotkarten
 
 

Anna Franklin u. Paul Mason: Das Tarot der Neuen Hexen

Anna Franklin und Paul Mason: Das Tarot der Neuen Hexen. 78 Tarotkarten und Buch. 2001, Heyne, München. (Esoterisches Wissen Nr. 9878) ISBN 3453197879

Der Grüne Mann.
„Der Grüne Mann” im
Tarot der Neuen Hexen.
 
 
Ein modernes Tarot, dessen Motive dem keltischen und älteren Irland und Britannien entlehnt sind. Die Karten wurden von Anna Franklin und Paul Mason gestaltet. Die Karten erschienen 1998 als „The Sacred Circle Tarot” im Verlag Llewellyn Publications, St. Paul, Minnesota, USA, die deutsche Erstausgabe brachte 2001 der Heyne-Verlag heraus, die Übersetzung aus dem Englischen übernahm Eluan Ghazal.

Diese Karten sind „sehr grün”, also angefüllt mit Pflanzenmotiven, weiter finden sich reichlich britische Landschaften und megalithische Steinsetzungen, so daß besonders Freunde der britischen Inseln, der Kelten und der Steinzeitmenschen auf ihre Kosten kommen werden.

Anna Franklin  u. Paul Mason: Das Tarot der Neuen Hexen.
Anna Franklin und Paul Mason
Das Tarot der Neuen Hexen
78 Tarotkarten und Buch. 2001, Heyne, München.
(Esoterisches Wissen Nr. 9878)
ISBN 3453197879
 
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Bei diesem Spiel sind die Trümpfe etwas anders als sonst gewohnt benannt (in Klammern die aus dem Tarot de Marseilles geläufigen Bezeichnungen):

0 - Der Grüne Mann
   (XXII Der Narr)
I Der Magier
   (I Der Magier)
II. Die Hohepriesterin
   (II Die Hohepriesterin)
III Die Herrscherin
   (III Die Herrscherin)
IV Der Herrscher
   (IIII Der Herrscher)
V Der Hierophant
   (V Der Hierophant)
6 Die Liebenden
   (VI Die Liebenden)
7 Der Wagen
   (VII Der Wagen)
8 Die Kriegerin
   (XI Kraft)
9 Der Schamane
   (VIIII Der Eremit)
10 Das Rad
   (X Rad des Schicksals)
11 Das Gewebe
   (VIII Gerechtigkeit)
12 Das Opfer
   (XII Der Gehängte)
13 Der Tod
   (XIII Tod)
14 Die Unterwelt
   (XIIII Mäßigkeit)
15 Der Turm
   (XVI Der Turm)
16 Die Einweihung
   
17 Der Stern
   (XVII Der Stern)
18 Der Mond
   (XVIII Der Mond)
19 Die Sonne
   (XVIIII Die Sonne)
20 Die Wiedergeburt
   (XX Das Gericht)
21 Der Weltenbaum
   (XXI Die Welt)

Die Reihenfolge weicht also teilweise von der traditionellen Auffassung an. Wie auch im Rider-Waite-Tarot sind die Trümpfe „Kraft” und „Gerechtigkeit” gegenüber dem Tarot de Marseilles vertauscht. Aber einige Änderungen, welche den Geist dieses Tarot erhellen, wurden vorgenommen: „Der Narr” heißt hier nach der keltischen Vorstellung vom Frühlingsnarren „Der Grüne Mann”. Die enge Verwobenheit von Magie und Religion, wie sie für das Keltentum angenommen wird, kommt in der Benennung des Magiers in „Der Hohepriester” zum Ausdruck. Die Mäßigkeit wurde zur Unterwelt, der Teufel kommt, entsprechend der keltischen Religion, nicht vor und wurde durch Die Einweihung ersetzt, wobei sie mit dem „Turm” den Platz tauschte. „Die Welt” ist der Weltenbaum.

Die Reihen der Kleinen Arkana heißen Schwerter, Stäbe, Kelche und Scheiben, jede Reihe hat die Asse, die Zahlen 2 bis 10 und die Hofkarten Bube, Ritter, Königin und König. Jeder Karte dieser Reihen ist ein Begriff zugeordnet, z. B. Vier der Stäbe „Entwicklung”, Ass der Kelche Spiritualität, König der Kelche „Wasser” usw.

Zu loben ist das ausführliche, angenehm zu lesende und gut strukturierte Handbuch.

Im Falle einer Neuerscheinung sei dem Verlag vorgeschlagen, die Hinweise auf die abgebildeten mythischen Stätten um Anreisebeschreibungen zu erweitern — man könnte diesen Tarot dann fast als Reiseführer nach den alten Stätten der britischen Inseln empfehlen.

 

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