| Kanaaniter/Phönizier | ||
Eine alte Handelsstadt auf dem Ras Schamra (Ra’s al-Shamrah) in Syrien, die etwa von 1400 bis 1200 v. ihre Blütezeit hatte.
Sie heißt nach Ugar (Feld), einem syro-phönikischen Ackerbaugott, der (wie auch Gapn) als Botengott des Baal galt. (BELLINGER, 487)
Nach dem ehedem sehr bedeutenden Ugarit wird die ganze Kultur jener Region und Epoche als ugaritisch bezeichnet. Seit 1929 vorgenommene archäologische Ausgrabungen weisen der Stadt rege Handelsbeziehungen mit dem Orient, Ägypten, Mykene und Zypern zu.
Überdies fand man neben zwei Palästen einen Tempel des Baal und eines des Dagon.
Von besonderen Interesse sind ugaritische Keilschrifttexte verschiedener Sprache, die zum einen die Religion der Phönizier erhellen, zum anderen gewisse Wendungen und Gottesnamen enthalten, die auch im biblischen Alten Testament vorkommen (Reclams Bibellexikon, 514).
Mit dem Seevölkersturm um 1200 v. Chr. verschwand Ugarit und wurde nicht wieder besiedelt.
Einige Götter und Gestalten ugaritischer Mythologie: Anat (Göttin), Aschera (Göttin), Baal (Wettergott), Danel (König), 'L (Götterherrscher), Jam (Meergott), Keret (König), Kothar-Hasis (Handwerksgott), Mot (Todesgott), Schapasch (Sonnengöttin)