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 Römische Mythologie
 
 

Aeneis

Das von Vergil nach älteren Vorlagen geschaffene römische Nationalepos. Es beschreibt die Herkunft der Römer von den Trojanern um Aeneas und die Urzeit Roms.

Aeneas, der Sohn des Anchises und der Liebesgöttin Venus (griech. Aphrodite) entkam aus Troja und gelangte nach Latium, wo er die Grundlagen für das spätere Weltreich legte. Mit diesem Werk verband Vergil Rom mythologisch mit Griechenland und Troja.

Die Legende von der troischen Abstammung ist erst nach HOMER entstanden. Möglicherweise hatte König Attalos II. von Pergamon* die Fabel erdichtet, um den Römern einen Gefallen zu tun (BAMM, S. 67).

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* Pergamon hatte sich im 3. Jh. zu einem unabhängigen hellenistischen Staat entwickelt. Im Kampf um die Herrschaft im östlichen Mittelmeer lud man die Römer zur Intervention gegen die Makedonen ein und geriet schließlich ganz in Abhängigkeit zu Rom. Nur folgerichtig, daß Attalos III. endlich sein Königreich ganz den Römern vermachte.