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| Römische Mythologie | |
(lat. Liebe) Er ist der römische Liebesgott und Personifikation der Liebe. Er wird als Jüngling dargestellt, mit Flügeln, Fackel und Pfeil und Bogen.
Amor hat verschiedene Deutungen. Als Cupido ist er Sohn der Liebesgöttin Venus und repräsentiert die Lüsternheit. Mit Pfeil und Bogen schießt er seine Liebespfeile in die Herzen der Menschen, mit der Fackel entzündet er ihre Leidenschaft.
Nach mancher Darstellung entstammte Amor gleich zu Beginn der Weltentstehung dem Chaos und wurde zeitgleich mit der Erde und dem Tartaros erzeugt.
Kurze Zeit nach der Tötung des Drachen Python erregte den Gott Apollo das erste Mal die Liebe. Weil er, der Überwinder des Drachen, den Amor bespöttelte, als er den seinen Bogen spannen sah, überzeugte ihn Amor durch die Stärke seiner Pfeile. Der geflügelte Liebesgott flog auf den Gipfel des Parnaß und schoß einen seiner Pfeile nach dem Apollo, der davon in Liebe entbrannte, den zweiten nach der Nymphe Daphne, die Tochter des Flusses Peneios war.
Dieser Pfeil aber hatte die Wirkung, gegen jegliche amoröse Empfindung abzustumpfen. Daphne eiferte fortan der jungfräulichen Göttin Diana (griech. Artemis) nach und zog jagend durch die Berge, alle Freier abweisend. Rastlos flieht sie vor dem Apollo, ehe sie ermüdet den Peneios bittet, sie zu sich zu nehmen oder ihr eine andere Gestalt zu geben. Der Wunsch wurde erhört und Daphne in einen Lorbeerbaum verwandelt. Den liebte fortan Apollo, der den Lorbeer zu seinem heiligen Baum erklärte und sein auf Wunsch des Apollo immergrünes Laub bekränzte fortan Haupt, Leier und Köcher des Gottes (OVID, Metamorphosen, I.452-566).
Berühmt ist die Liebesgeschichte von Amor und Psyche, zum Beispiel enthalten im auch sonst unbedingt lesenswerten Roman Der goldene Esel des L. APULEIUS.
Amor entspricht dem griechischen Eros.