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| Römische Mythologie | |
(lat. augures) Vor wichtigen Staatshandlungen suchten die Römer den Willen der Götter zu ergründen. Diese Aufgabe erledigte die Priesterschaft der Auguren, die aus dem Verhalten von Vögeln mantische Deutungen (auspicium) vornahm.
Anfangs gab es drei Auguren, später neun, seit Sulla fünfzehn und seit Caesar sechzehn. Ursprünglich war ihre Aufgabe die Bitte um Vermehrung der Ernte (lat. augere, vermehren) oder die Mehrung des staatlichen Wohls.
Das Zeichen ihres Standes war der Krummstab lituus. Die Übertragung des Amtes von einem Auguren auf seinen Nachfolger nannte man inauguratio, noch heute eine übliche Bezeichnung für eine Amtseinführung (Inauguration).
Die Lehre von der Vogelschau kam aus Babylonien über Griechen und Etrusker nach Rom. Dabei hatte bereits HOMER den Erfolg solcher Schauungen bestritten (Illias 12.237ff.).
Ein anderes römisches Priesterkollegium dieser Art waren die Haruspices (Eingeweideschauer).