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 Römer
 
 

Sieben Hügel Roms

Die Stadt Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut: Aventin, Capitol, Esquilin, Palatin, Quirinal, Viminalis und Caelius. Jenseits des Tiber, daher er keiner der sieben Hügel ist, liegt der Ianiculum. Nicht zur antiken Stadt gehörten zudem die Hügel Vaticanus und Pncius.

 

Aventin

(lat. Aventinus mons) Hier, im Süden der Stadt, befand sich ein Mittelpunkt römischer Götterverehrung, unter anderen stand hier ein prächtiger Tempel der Diana, der Heiligtum des latinischen Bundes war.

Um 200 vor wurde die Stadtbefestigung auch auf diesen Hügel ausgedehnt, aber erst seit Claudius (41 - 54 n. Chr.) gehörte der Aventinus zum eigentlichen Stadtgebiet Roms.

n. OBEN

 

Capitol

Dieser Doppelhügel mit zwei Kuppen und einer Einsattlung war in römischer Frühzeit Standort der Stadtbefestigung mit einer starken Zitadelle (nördliche Kuppe). Hier stand der Tempel der Juno Moneta und seit 269 vor die römische Münzprägeanstalt (Daher stammt der umgangssprachliche Ausdruck Moneten für Geld) sowie das Auguraculum, wo die Priesterschaft der Auguren wirkte.

Auf der südlichen Kuppe erhob sich der Tempel des Jupiter Capitolinus und am östlichen Hang das Saatsarchiv.
Am östlichen Hang des Capitol ist der tarpeische Felsen (saxum Tarpeium), von dem man erst die Verräterin Tarpeia, später allgemein Hochverräter und Verbrecher hinabstürzte.
Am Fuß des Capitol befand sich ein Altar des Saturn und auch ein Heiligtum der Carmentis.

Nach dem Zusammenbruch des Imperiums und dem Ende der Antike verrottete das Gelände und wurde allenfalls zur Ziegenweide genutzt (Monte Caprino, „Ziegenberg”), ehe im 16. Jahrhundert Michelangelo die Neugestaltung übernahm. Eine imposante Treppenanlage führt zum Senatorenpalast, ihm zur linken steht das kapitolinische Museum mit der Kirche S. Maria in Aracoeli (seit 1205), zur rechten der Konservatorenpalast.

n. OBEN

 

Esquilin

(ital. monte Esquilino) Ein Hügel im Osten der Stadt. Hier befand sich seit 735 v. ein Tempel der Lucina. Auch befand sich hier in früher Zeit die Begräbnisstätte der ärmeren Bevölkerung. Später wurden hier Gärten angelegt und auch die berühmten Trajansthermen.

n. OBEN

 

Palatin

(lat. mons Palatinus) Dieser Hügel südöstlich des Capitols bildete den frühesten Siedlungskern Roms. Dieses alte Wohngebiet war bevorzugtes Wohnquartier der republikanischen Oberschicht und seit Augustus zur kaiserlichen Residenz.

Auf dem Palatin befand sich ein Tempel der Kybele. Hierher verbrachte Pessinus einen schwarzen Meteorstein, kultisches Symbol der Göttin.

Im 16. Jahrhundert wurde hier mit der Villa Farnes der erste botanische Garten der Neuzeit angelegt.

n. OBEN

 

Quirinal

(lat. Quirinalis mons) Dieser nach dem Gott Quirinus benannte Hügel ist Standort einer der ältesten römischen Siedlungen, aus denen später die Stadt Rom zusammenwuchs. Hier steht der Pallazzo del Quirinale, seit 1870 die Residenz des italienischen Königs und seit 1948 Sitz des Staatspräsidenten.

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Viminalis

(lat. Weidenhügel; ital. Monte Viminale) Dieser Hügel im Osten der Stadt ist seit der Frühzeit besiedelt. Heute residiert im Viminalspalst der italienische Ministerpräsident.

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Caelius

(ital. Monte Cèlio) Auf diesem Hügel im Südosten der Stadt standen in republikanischer Zeit dichtgedrängt Mietskasernen. 27 v. Chr. brannte das Viertel ab und vornehme Römer ließen auf dem freigewordenem Grund ihre Häuser errichten.

 

Ianiculum

Ein nicht zu den „sieben Hügeln” zählender Berg, da am jenseitigen (rechten) Tiberufer. Diesen Hügel schloß man schon früh mit einer Brücke (pons sublicius) an Rom an. Heute heißt dieser Hügel Monte Gianicolo in Trastevere, d. h. jenseits des Tiber (ital tras, „jenseits” und Tevere, „Tiber”).
Auf dem Ianiculum soll sich ehedem der Gott Ianus (daher der Name) niedergelassen haben.