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 Römische Mythologie
 
 

Consus

(von lat. condere „bergen”) Der römische Gott der glücklich eingebrachten Ernte und des guten Rates.

Consus war es, der dem mythischen Gründer Roms, Romulus, den Rat gegeben hatte, mit List die sabinischen Frauen zu rauben, um dem Frauenmangel in Rom abzuhelfen. Als das gelungen war, verfügte Romulus, fortan den Consus zu verehren.

Dieses wurde mit den alljährlich am 18. August* veranstalten Consualien beherzigt. Bei diesen Spielen, die auf dem Rennplatz stattfanden, wurde der sonst in der Erde verborgene Altar des Consus aufgedeckt. Das symbolisierte die Geheimhaltung des göttlichen Rates, denn der Plan wäre kaum aufgegangen, hätten die Sabiner rechtzeitig vom Vorhaben der Römer erfahren.

Die heilige Stätte des Consus soll im 16. Jahrhundert unter der Kirche der heiligen Anastasia entdeckt worden sein.

* Nach anderer Darstellung fanden diese Spiele am 25. August sowie am 21. Dezember statt (BELLINGER, 104)