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| Römische Mythologie | |
(Gaius Aurelius Valerius Diocletianus) Der um 243 in Dalmatien als Gaius Valerius Diocles Geborene war von 284 bis 305 römischer Kaiser. Zuvor durchlief der aus kleinen Verhältnissen Stammende eine militärische Karriere, am 17. September 284 riefen ihn seine Soldaten in Nikomedien zum Kaiser aus.
Diokletian gilt einerseits als tüchtiger Reformer von Wirtschaft und Verwaltung, andererseits ist er als eifriger Christenverfolger berüchtigt.
Er führte eine Verfassungsreform des Reiches durch, welche eine Viererherrschaft (Tetrarchie) aus zwei Augusti mit je einem Caesar vorsah. Streng trennte Diokletian die Verwaltung des Militärs von der der zivilen Angelegenheiten, zudem förderte er die Dezentralisierung der Verwaltung, indem er das Gesamtreich in zwölf Diözesen aufteilte, welche sich weiter in insgesamt 101 Provinzen gliederten.
Das Militär suchte Diokletian zu stärken, indem er handwerkliche Zwangsinnungen schuf, welche diesem zuzuliefern hatten. Den Bauern schrieb Diokletian die Kolonat genannte Bindung an ihre Scholle vor, um die Landflüchtigkeit zu mindern.
In den Jahren 303/304 ging Diokletian gegen den christlichen Glauben vor. Er verbot den Kult, ließ Kirchen niederreißen, das Gemeindevermögen beschlagnahmen und sichergestellte Bibeln verbrennen.
Bis ins Jahr 298 sind seitens Diokletian keine Übergriffe gegen Christen überliefert. Erst als ihn seine Priester darauf hinwiesen, daß die Anwesenheit Ungläubiger beim offiziellen Opfer dessen Wirksamkeit beeinträchtigen könnten, befahl Diokletian den Christen, etwas Weihrauch auf den Altären der römischen Götter zu verbrennen. Diokletian suchte nämlich das Staatsschiff durch Wiederbelebung der alten Staatskulte auf festeren Kurs zu steuern. Analog zur Hierarchie der kapitolinischen Götter galt er selbst, der Erste der Tetrarchen, als Verkörperung des Jupiter und hatte darum allen Grund, auf Einhaltung des Opferdienstes zu achten.
Solchen Dienst zu verweigern hatte normalerweise die Entlassung aus staatlichem Dienst zur Folge und beförderte so Spannungen mit den Christen. Fünf Jahre gingen die Streitigkeiten zwischen heidnischer und christlicher Priesterschaft, es wurde am Ende die Schließung christlicher Gotteshäuser verlangt. Als zweimal Feuer in Diokletians Palast zu Nicomedia gelegt wurde, verhaftete man als Brandstifter drei christliche Eunuchen, die späteren Heiligen Dorotheus, Gorgonius und Peter.
Weitere christliche Priester wurden verhaftet, die meisten aber entlassen, sobald sie sich zum staatlichen Opfer bereit erklärten. Andere aber wurden hingerichtet und so zu Märtyrern, ehe die Verfolgungen unter Diokletians Nachfolgern 313 aufhörten. Wieviele der Märtyrer des Heiligenkalenders tatsächlich diesen Verfolgungen zum Opfer fielen und wie viele Umdichtungen anderer Geschichten oder reine Erfindung sind, bleibt unklar. Berühmt ist jedenfalls die Legendensammlung Legenda Aurea des Jacobus de Voragine aus dem 13. Jahrhundert, die etliche derartiger Berichte enthält.
Am 1. Mai 305 trat Diokletian von seinem Herrscheramt zurück, am 3. Dezember 312 starb er in Salona.