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| Römische Mythologie | |
(lat. dives pater reicher Vater) Der römische Gott der Unterwelt und des Reichtums.
Den Kult des Dis Pater übernahmen die Römer während des ersten Punischen Krieges aus Unteritalien. Dis Pater wurde gemeinsam mit der Proserpina verehrt.
Alle 100 Jahre fanden ihm Ehren des Dis Pater die ludi Tarentini statt.
Über den Begriff reich (lat. dis, ditis m.) waren die Gelehrten des Altertums unschlüssig. Einerseits fahren die Toten ohne jegliche irdische Reichtümer in die Unterwelt hinab. Andererseits entstammen der Tiefe der Erde alle Schätze, Edelmetalle wie Edelsteine. Sein Reichtum bestand für Cicero darin, daß die Erde letztlich alles hervorbringt, also außer Schätzen besonders das Leben, welches aus der Erde erwächst und nach dem Ableben in diese zurückkehrt (nach Hederich (1996), Sp. 949f., der Ciceros Interpretation den Vorzug einräumt).
Cäsar berichtet: Alle Gallier rühmen sich, von Vater Dis abzustammen, und sagen, das werde von den Druiden überliefert. (De bello Gallico VI, 18.1)
Dis Pater ist dem griechischen Pluton gleichgesetzt.