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 Römische Mythologie
 
 

Faunus

Ein römischer Gott der freien Natur, der Wälder und Fluren. Ein anderer Name für ihn ist Fatuellus. Er ist Schutzgott der Bauern und Hirten, ihrer Äcker und Herden sowie Förderer der Fruchtbarkeit. Faunus gilt als Sohn des Picus und Gatte der Nymphe Marica. Mit ihr ist er Vater des Latinus. Weiter ist Faunus Bruder und Gatte der Fauna. Faunus führt den Beinamen Inuus („Bespringer” [der Herden]).

Die Söhne des Faunus und der Fauna sind die Walddämonen Fauni. Dargestellt werden sie ähnlich den Satyrn krummnasig, spitzohrig, mit Schwänzen und Bocksfüßen, ansonsten aber von menschlicher Gestalt. Die Fauni wahrsagten den Menschen. Unter anderem standen sie den in unsicherer Schlacht kämpfenden Römern bei, indem sie ihnen neuen Mut machten.

Sein Sohn Latinus war König von Latium. Auf ihn traf Aeneas, nachdem er aus Troja entkommen über Karthago nach Italien gelangt war.

Dem Faunus zu Ehren wurden die Lupercalien („Wolfsfeste”) abgehalten (DÖBLER (1971), S. 91).

Der Faunus entspricht dem griechischen Pan. Mehr als reine Naturgeister gedacht ähneln die Faunen des nachrömischen italischen Volksglaubens den Waldgeistern der deutschen Mythenwelt.