Das Schwarze Netz - zum Anfangzurück
   Italische Halbinsel - Italiker
 

Latiner, Latium

Die Landschaft Latium ist jene, in der die Stadt Rom liegt und nach der die lateinische Sprache ihren Namen hat. Mythischer Namensgeber ist Latinos, ein Sohn des Odysseus und der Kirke. Der war nach römischer Überlieferung letzter König des eingeborenen Volks der Latiner und verheiratete seine Tochter Lavinia dem aus Troja entkommenen Aeneas.

Die sich durch ihre Sprache von anderen italischen Völkern unterscheidenden Latiner siedelten jedenfalls schon frühzeitig in dieser Gegend und profitierten als Bauernvolk von fruchtbaren Böden.

Um 600 gerieten die Latiner unter die Herrschaft der Etrusker, die bis zur Niederlage dieser bei der Schlacht von Cumae (474 v.) anhielt. Zum weiteren Schutz der Latiner schlossen diese den Latinerbund, den das erstarkende Rom jedoch 338 v. aufhob und durch ein System bilateraler Verträge mit einzelnen Städten ablöste. Rom hatte nun die Oberherrschaft über Latium und nur die Bürger Roms genossen volle Rechte.