Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Römische Kultur
 
 

Gladiator

(von lat. gladius, „Schwert”) Eine bekannte öffentliche Darbietung des alten Rom waren die Gladiatorenspiele, die in Rom erstmals 264v. stattfanden und ihre Vorbilder in Etrurien und Campanien hatten.

Dabei traten bewaffnete Kämpfer, Kriegsgefangene, Freigelassene, auch in Gladiatorenschulen (ludi) geschulte Freiwillige oder in Ausbildung befindliche Soldaten zum paar- oder gruppenweisen Schaukampf an. Über das Schicksal der Besiegten entschied der gehobene oder gesenkte Daumen des Veranstalters, der in Rom in republikanischer Zeit der Prätor oder der Quästor, später der Kaiser war, in den Provinzen die jeweiligen Statthalter, die dazu eine besondere Erlaubnis benötigten.

Je nach Bewaffnung gab es verschiedene Arten von Gladiatoren: die Thraker traten mit Krummschwert und Schild an, der Retiarius suchte den Erfolg mit Netz und Dreizack, der Dimachaerus focht mit dem Kurzschwert, es gab noch weitere.

Außer bei ihrer eigentlichen Aufgabe wurden die Gladiatoren häufig militärisch tätig, sowohl als reguläre Einheiten wie als Straßenkämpfer im Bürgerkrieg.

Ihr Ende fanden die Gladiatorenspiele im Westen durch Verbotserlaß Kaiser Honorius`, im Osten durch Kaiser Konstantin. (nach Yonah & Shatzman S. 182f.)

 

In jüngerer Vergangenheit inspirierte das gepanzert-trutzige Erscheinungsbild der Gladiatoren Zoologen dazu, einer neuen Insektenordnung den Populärnamen Gladiator zu geben.