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| Römische Mythologie | |
Diese Priesterkaste war etruskischer Herkunft. Schon mit dem letzten etruskischen König Tarquinus Suberbus (534-510 v.) kam das Wissen um die haruspicina nach Rom und die Haruspices dienten seit dem zweiten punischen Krieg (218-201 v.) dem römischen Staat als öffentlich bestellte Seher. Noch in der Kaiserzeit bestand das Kollegium der Haruspices aus etruskischen Priestern.
Ihre Auskünfte wurden bis ins 4. Jahrhundert eingeholt, ehe das Christentum zur Staatsreligion wurde und alte Kulte eingestellt wurden.
Der Haruspex las den Willen der Göttern in Rom vornehmlich aus tierischen Eingeweiden, besonders Hühnern und der Leber. Neben dieser Eingeweideschau (exta) gab es die Beobachtung außergewöhnlicher Ereignisse (monstra) und die Deutung aus Blitzen (fulgara).
Die Leberschau gab es bereits in Babylonien, über die Etrusker kam der Glaube daran dann nach Rom.
Außer den Haruspices wurden im Römerreich noch andere Seher öffentlich befragt, besonders bekannt sind die von der Sibylle überlieferten Sibyllinischen Bücher, in denen zu besonderen Anlässen Rat gesucht wurden und die Auguren, die aus dem Verhalten von Vögeln den Willen der Götter zu ergründen suchten.