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| Römische Mythologie | |
Ein gewaltiger Held, den die Römer wie die Griechen verehrten, bei denen er Herakles hieß.
Die Römer kannten diesen Held von den in Unteritalien kolonisierenden Griechen, seine Verehrung kam über die Osker, Latiner und Etrusker (bei denen er Hercle hieß) zu ihnen. Älteste Stätte seiner Verehrung war in Rom an der Ara maxima auf dem Forum boarium.
Hercules galt den Römern, ähnlich den Botengottheiten Merkur/Hermes als Schutzgott des Handels, der Kaufleute, der Straßen und des Verkehrs sowie der Maße und Gewichte. Als er selbst mit einer Viehherde durch Latium reiste, geriet er an den räuberischen Riesen Cacus, den er besiegte.
In der Kaiserzeit galt Hercules wegen seiner Überwindung von allerlei Landplagen und als Wohltäter der Menschen als Inbegriff kaiserlicher Tugenden.
Hercules gründete auch eine Stadt in Kampanien, Herculaneum, die allerdings beim Ausbruch des Vulkans Vesuv 79 n. verschüttet wurde.
Die Säulen des Herkules sind die Berge Kalpe und Abyla, die zwischen Europa und Afrika an der Meerenge von Gibraltar liegen und den Ausgang des Mittelländischen Meeres in den Okeanos markieren. Dem antiken Seefahrer verbot sich eine Ausfahrt, weil jenseits der Säulen des Herkules das Ende der Welt verortet wurde.
Ein hierdurch furchtlos auf das offene Meer hinaus segelnde Schiff allegorisierte für Francis Bacon den Aufbruch des Menschen an der Schwelle zur Neuzeit aus einer geistig zu eng gewordenen Welt hinaus in das Abenteuer des Denkens (Instauratio magna, 1620, In: Die Weisheit der Alten.
Die Kühnheit dieses Unterfangens spiegeln Begriffe wie herkulische Anstrengungen oder Herkulesarbeit, die sich auf die übermenschlichen Heldentaten des Herkules beziehen. Auch eines der größten Insekten, der Herkuleskäfer Dynastes hercules aus Südamerika, trägt seinen Namen nach dem gewaltigen Recken.