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 Römische Mythologie
 
 

Minerva

Sie war bei den Römern eine Mondgöttin, jungfräuliche Göttin der Künste und Fertigkeiten, Weisheiten und Wissenschaften und als solche die Schutzgöttin der Handwerker, Ärzte, Lehrer und Künstler. Als eine der Hauptgottheiten Roms ist sie eine Stadt- und Friedensgöttin und auch Kriegsgöttin. Mit dem Jupiter und der Juno bildet sie eine Dreiheit.
Attribute der Minerva sind Eule und Olivenbaum.

Ihr verdanken die Menschen zahllose Erfindungen. Sämtliche freien Künszte gehen auf sie zurück, das Weben, Spinnen und Nähen, Walken und Färben, den Anbau des Ölbaums und Gewinnung seiner Frucht, die Lehre und die Heilkunst, die Bau- und Bildhauerkunst, Stadttor und Haustür sowie des Krieges und dessen Technik, so Schilde, Pferd und Wagen und die Strategie.
Auch begründete sie Musik und Poesie. Sie erfand auch die Pfeifen, wurden aber wegen der Verformung des Gesichts beim blasen von Juno und Venus deshalb ausgelact, weshalb sie das Instrument fortwarf.

Das Hauptfest der Minerva, die Quinquatrus, wurde zum Frühlingsanfang vom 19. März bis 23. März gefeiert. Dabei wurde das Minerval, das Jahreshonorar der Lehrer, ausgezahlt und die Schüler bekamen Ferien.

Im Tempel der Minerva auf dem Aventinus erhielten Dichter und Schauspieler im Jahr 207 v.Chr. das Versammlungsrecht.

Minerva wird der griechischen Athene gleichgesetzt und entwickelte sich wohl aus der etruskischen Menrva. Caesar vergleicht sie mit der keltischen Mondgöttin Belisana.