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| Römische Mythologie | |
(lat. Specht) Ein römischer Gott der Felder und des Waldes sowie sagenhafter König der Aboriginen in Latium. Er gilt als Sohn des Sterces, der vergöttlicht im Saturn aufging.
Seine Gemahlin ist die Canens, eine Tochter des Janus und der Venilia, deren Schönheit im Äußeren wie im Gesang gerühmt wurde.
Als Geliebte wird auch die Pomona genannt. Den Picus begehrte auch die Kirke. Weil er aber deren Liebe verschmähte, verwandelte die Zauberin ihn in einen Specht.
Dazu kam es (nach Ovid, Metamorphosen), als Picus in einer Gegend auf der Jagd war, wo Kirke gerade Zauberkräuter sammelte. Kirke sandte ein Schwein, dem Picus zu Pferde nachjagte. In tiefem Dickicht des Waldes stieg er ab und eilte dem Borstenvieh zu Fuß nach, geriet aber in immer finstere Gefilde. Hier offenbarte sich Kirke und erklärte ihm ihr Begehr, was Picus aber mit Hinweis auf seine Gattin zurückwies.
Daraufhin drehte sich die Zauberin zweimal gegen Morgen und zweimal gegen Abend (siehe Himmelsrichtungen), dabei Zauberformeln sprechend und berührte den Picus dreimal mit ihrem Stab, worauf der Jäger in einen Specht verwandelt war. Nachdem er seinen Zustand bemerkt hatte, hackte er mit seinem Schnabel wütend in die Baumstämme, was die Spechte noch heute so halten.