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| Römische Mythologie | |
(lat. serere säen) Der römische Gott der Saat und des Obst- und Weinbaus, der mit einer Sichel dargestellt wird. Schon früh ging Saturn in der Person des griechischen Kronos auf.
Symbol des Saturn ist u. a. die Zypresse (BIEDERMANN, 507).
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Danach stürzte ihn der Jupiter und Saturn entfloh nach Latium, wo er bei Janus Zuflucht fand. Hier ließ er sich auf dem Capitol nieder und begründete seine Herrschaft Saturnia regna, die als Goldenes Zeitalter galt.
Der Altar des Saturn stand in Rom am Fuß des Kapitols.
Im Tempel des Saturn auf dem Forum Romanum verwahrte man die römische Staatskasse Aerarium und das Staatsarchiv. Verwaltet wurde es in republikanischer Zeit von den Quästoren, der Senat kontrollierte ihre Arbeit.
Dem Saturn zu Ehren wurde in Rom das karnevalartige Fest Saturnalien gefeiert. Vom 17. bis zum 23. Dezember vertauschten Sklaven und Herren Kleidung und Rollen.
Diese Vertauschung entspricht der Vorstellung, daß der Planet Saturn ein Gegenbild der Sonne bzw. ihre negative Seite sei. In der dunkelsten Jahreszeit soll der Saturn versöhnlich gestimmt sein und darum eine Wiedergeburt der Sonne ermöglichen - erkennbar an den wieder länger werdenden Tagen und der bald zunehmenden Kraft der Sonne.
Saturn entspricht als der Gott, der seine Kinder frißt und als Vater des herrschenden Gottes dem griechischen Kronos.
Nach Saturn ist der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems benannt. Er gilt astrologisch als anhaltend wirkend und von einer gewissen Strenge (siehe Saturn).
In der Alchemie bedeutet Saturnus das Metall Blei, dargestellt als alter Mann mit Sichel. (BIEDERMANN, 386)