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| Römische Mythologie | |
(auch Sylvanus, lat. silva Wald) Ein römischer Gott der Wälder und der Hirten. Dargestellt wird er ähnlich Satyrn und Silenen, lilienbekränzt und mit einer Zypresse. Sein Körper ist zur Hälfte eine Ziege. Oder ist im ganzen menschlich, hält Messer oder Sichel und steht nebst einem Hunde an einem brennenden Altar.
Als sein Vater werden Saturn oder Faunus genannt oder er war Sohn des Sybariters Krathis und einer Ziege.
Oder seine Mutter war Valeria Tusculanaria, die sich in ihren eigenen Vater Valerian verliebt hatte. Damit der das nicht bemerkte, ging sie verkleidet zu ihm und wohnte ihm bei, als Valerian getrunken hatte. Als er erwachte, entschwand sie schnell in den Wald, stürzte dort aber und gebar den Sylvans (die Griechen kannten das Kind unter dem Namen Aegipan).
Gefürchtet war Silvanus als einer, der dem Kindbett gefährlich werden konnte. Ihn von der Wiege abzuhalten rief man die Intercidona, den Pilumnus und die Deverra an.
Er soll auch den Cyparissus geliebt und in eine Zypresse verwandelt haben.
Bei seiner Verehrung opferte man ihm Milch und Schweine. Als Silvanus Litoralis galt er auch als Gott der Seeküsten und auch als Gott des Hauses. Seinen Kult versahen ausschließlich Männer. In Rom hatte er in der V. Region einen Tempel. In der XIII. Region hatte er gemeinsam mit dem Herkules einen Tempel. Hier steht heute die Kirche der heiligen Balbina.
Die Römer übernahmen Silvanus von den Etruskern, deren Waldgott Selvans hieß. Er ähnelt dem griechischen Pan.