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| Römische Mythologie | |
(von lat. vertere wenden, drehen, auch Vortumnus und Vertunnus) Ein römischer Gott der Jahreszeiten und der Vegetation sowie des Handels und der Kaufmannschaft.
Dargestellt wird er als bärtiger Mann, dessen Haupt von grünendem Kraut umkränzt ist. In der linken hält er eine Schale mit Früchten, in der rechten ein Füllhorn. Ihm zur Seite sitzt gelegentlich ein Hund.
Er ist ein Gott, der seine Gestalt wechseln kann. Diese Eigenart bescherte ihm Erfolg bei seiner Werbung um die Pomona. Erst als er sich in eine alte Frau verwandelte (vgl. Herbst) gelang ihm der Eintritt in ihren Garten und verwandelt in einen schönen Mann wurde er ihr Gatte.
Dem Vertumnus wird zugeschrieben, zugunsten der Römer den Lauf des Tiber umgelenkt zu haben.
Zum 13. August feierte man ihm zu Ehren die Vertumnalia (BELLINGER, S. 509), nach Hederich fand dieses Fest am 29. Oktober statt (HEDERICH, Sp. 2450).
Vertumnus entspricht dem/der etruskischen Voltumna. Ursprünglich stammt er von den Volsciern, deren König er gewesen sein soll. An der tuscischen Straße befand sich eine Bildsäule, wo ihm die erste Feldfrucht geopfert wurde.