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 Römische Mythologie
 
 

Vesta

Die römische Göttin des Staatsherdes und des in ihrem Rundtempel auf den Forum Romanum gehüteten Staatsfeuers, das von den Vestalinnen, gehütet wurde und niemals verlöschen durfte.

Als ihre Eltern gelten Saturn und Ops oder sie selbst ist die Mutter des Saturn, dann heißt sie Pales.

Ihr heiliges Tier ist der Esel, weil der Esel des Silenus die jungfräuliche Göttin durch sein Geschrei vor der Zudringlichkeit des lüsternen Priapus bewahrte.

Zeichen der Vesta
Zeichen der Vesta
 
Vesta gilt als Erfinderin der Häuser. Jeweils am Neujahrstag wurde das neu zu entzündende Herdfeuer des römischen Hauses mit einer Fackel vom Vesta-Tempel überbracht.

Ihr Hauptfest, die Vestalia, wurde am 9. Juni gefeiert.

Ihre Priesterinnen, die Vestalinnen, waren hoch geachtet. Sie hüteten im Atrium Vestae das heilige Feuer, wenn es ausging wurden sie durch Auspeitschen bestraft. Es war ihnen nicht gestattet, Wasser aus der Leitung zu verwenden. Stattdessen entnahmen sie ihr Wasser der Quelle der Nymphe Juturna neben ihrem Wohnhaus. Sie mußten sich für die dreißigjährige Dauer ihrees Dienst auch zur Keuschheit verpflichten.

Die erste der Vestalinnen war laut Überlieferung Rhea Silva, die Mutter von Romulus und Remus. Als sie trotz des Verbots schwanger geworden war gab sie vor, von dem Gott Mars vergewaltigt worden zu sein. Was aus ihr wurde, läßt sich nicht mehr sicher klären, sie soll zum Ertrinken in den Tiber geworfen worden sein. Überliefert ist hingegen, daß Vestalinnen später in solchen Fällen an der Porta Collina in einer unterirdischen Kammer lebendig begraben wurden. (SCHREIBER, S. 149ff.)

Daqs Institut der Vestalinnen wurde im Jahre 382 n. unter Kaiser Gratian aufgehoben (ebd., S. 149ff.).

Die Vesta ist der griechischen Hestia ähnlich.