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 Römische Mythologie
 
 

Vulcanus

(Volcanus) Alter italischer Gott des Feuers, der Blitze und der Schmiedekunst.

Als seine Eltern werden verschiedene Gottheiten angenommen, Coelus, Nilus, Jupiter und Juno oder Maenalius oder aber ohne Zutun eines Vaters allein von Juno.

Er ist Vater des Cacus. Sein Name soll sich vom hebräischen Thubalkain herleiten, indem das „Thu” fortgelassen und das b in ein v umgewandelt wurde (HEDERICH, Sp. 2483).

Dargestellt wird Vulcanus als Schmied mit Hammer, der dem Jupiter die Donnerkeile fertigt oder mit himmelblauer Mütze. Vulcanus ist mit einem Beine lahmt und hinkt daher, wie andere Schmiedegottheiten auch (z.B. Hephaistos). Seine Schmiede verortete man unter dem Vulkan Ätna auf Sizilien. Ihm heilig waren der Löwe, dem ein heißer Atem unterstellt wurde, die Fichte und das Eisen.

Volcanus war so eng mit dem ungebändigten Feuer verknüpft (im Gegensatz zum behüteten Herdfeuer, das der Vesta zugerechnet war), daß man aus feuerpolizeilichen Gründen seinen Tempel, außerhalb der Stadt errichtete.

Eigene Flamen (Priester) pflegten Volcanus´ Kult und jährlich am 23. August feierte man sein Fest, die Volcanalia. Dabei opferte man ihm Fische und andere Tiere, die ins Feuer geworfen wurden, um sich gegen Feuersbrünste zu wappnen.

In Ostia wurde Vulcanus als Hauptgott verehrt.

Mit dem römischen Vulcanus gleichgesetzt ist der griechische Gott Hephaistos.