| Slawen | ||
Ein Dämon und Totengeist des slawischen Volksglaubens. Bei Ost- und Westslawen ist der Vampir ein Geist eines Verstorbenen, der nachts umherwandelt und die Lebenden erschreckt. Die südslawischen Völker sahen in den Vampiren einen durch einen bösen Geist zum Leben erweckten Leichnam. Man stellte sich den Vampir als ein menschen- oder tiergestaltigen, mit Blut gefüllten Hautsack vor, dem ein Knochengerüst fehlt.
In der Vorstellung der Südslawen saugt der Vampir Menschen wie Tieren das Blut aus, bis die des Todes sind. Rafft der Tod in kurzer Zeit mehrere Mitglieder einer Familie hinweg, so darf das schädliche Wirken eines Vampirs angenommen werden.
Nach dem Tod kann der Verbrecher ebenso zum Vampir werden wie der Rechtschaffene. Voraussetzung ist, daß ein unreines Tier, beispielsweise Hund, Katze oder Maus über dessen Leichnam oder das offene Grab gesprungen ist.
Bekannte Spielfilme mit dem Vampirthema sind Nosferatu oder Dracula. In ihnen erscheint uns der Vampir als fledermausartiger, teuflischer Dämon, der das Sonnenlicht scheut und durch einrammen eines Pflockes durch das Herz unschädlich gemacht wird. Literarisch befassten sich E.T.A. Hoffmann und Gogol mit dem Vampirmythos.
Siehe auch Vampirismus.