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   Sumerer
 

Enki

Ein Gott der Sumerer mit dem Titel „Herr der Erde” oder „Herr des Unten”.

Er ist Vater von (u. a.) Abu, Asalluchi, Ashnan und Nanshe.

Enki war von der Ninhursanga Vater der Nimnu geworden, mit dieser zeugte Enki die Nikurru, mit dieser die Uttu. Diese wollte nicht ebenfalls Nachfahrin und Geliebte Enkis sein und zog — von ihrer Urgroßmutter Ninhursanga vor Enki gewarnt — statt eines Daseins als Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin die Arbeiten des Webens und Waschens vor, weshalb sie Göttin dieser Tätigkeiten war. Enki verkleidete sich jedoch als Gärtner und konnte so doch noch die Uttu schwängern. Diese kam nun nicht mit einer Tochter nieder, sondern gebar acht geheimnisvolle Pflanzen. Enki fand diese Gewächse so verlockend, daß er seinen Helfer Isnim sie zu holen aussandte und diese Pflanzen verspeiste. Solche Tat entsetzte Ninhursanga und sie verließ Enki, womit auch die Fruchtbarkeit der Erde nachließ. Überdies fand sich Enki von den acht Pflanzen vergiftet und litt nun an acht Krankheiten. Damit waren sowohl Fruchtbarkeit als auch Schöpferkraft dahin. Doch konnte Ninhursanga vom schlauen Fuchs zur Rückkehr bewegt werden und sie gebar acht Erd- und Vegetationsgötter (..., Abba, ..., Inzak), welche die Krankheiten Enkis heilten, wodurch Schöpferkraft und Fruchtbarkeit wiederhergestellt waren (UHLIG, 29f.).

Nach sumerischen Mythos stöhnten die Götter ob der Last ihrer zahlreichen Aufgaben. Eine Göttin, Nammu, fragte ihren Sohn Enki, ob er Abhilfe wisse. Enki, der bis dahin geschlafen hatte, riet seiner Mutter, über dem Süßwasserozean Abzu aus Lehm Wesen zu formen, die den Göttern zur Hand gehen könnten. So tat Nammu und schuf Menschen, wobei ihr acht Göttinnen halfen. Eine von denen, Ninmah, neidete jedoch der Nammu ihre Schöpfung und Enkis Idee und formte aus Lehm sieben kranke und gebrechliche Wesen. Enki rückte die Tat Ninmahs insoweit gerade, als er das Gebrechen in seine Weltordnung einfügte und als Vollendung vollkommenen menschlichen Lebens den umu’ul, den schönen Greis, schuf (UHLIG, 26f.).

Den Schultern des Enki entsprudeln Wasserströme, aus seinem Scheitel wuchs der Vegetationsgott Abu hervor.

Enki verwaltete die „hundert göttlichen Kräfte” Me, welche seiner Stadt Eridu die Vormachtstellung vor den sumerischen Städten sicherten (UHLIG, 26), ehe er im Rausch die Me an Inanna abgab, welche die Me nach Uruk brachte (BELLINGER, 305).

Die verführerische Göttin Inanna hatte sich die damals noch machtlose Stadt Uruk auserkoren. Um dieser zu Macht zu verhelfen, umgarnte sie bei einem Gastmahl der Götter den berauschten Enki. Sie bat den Trunkenen, einmal die von ihm gehüteten Kräfte Me betrachten und erproben zu dürfen. Der willigte ein, doch packte Inanna die Kräfte rasch und entschwand auf ihrem Himmelsschiff nach Uruk, wohin sie die „hundert göttlichen Kräfte” brachte. Damit war der Verfall der Stadt Eridu besiegelt und Uruks Blüte begann (UHLIG, 34f.).

Bei den Akkadern war Enki als Ea bekannt.