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 Sumerer / Akkader/Babylon / Hethiter
 
 

Gilgamesch-Epos

Dieses berühmte mesopotamische Epos erzählt von den Taten des Königs Gilgamesch von Uruk, der zusammen mit Enkidu Abenteuer besteht und der, nachdem Enkidu gestorben ist, seinem eigenen Tod zu entgehen sucht und sich aufmacht, das Mittel der Unsterblichkeit zu holen, was schließlich mißlingt.

Das Gilgamesch-Epos hat seine Wurzeln bei den Sumerern. Allmählich wuchsen die Sumerer mit den semitischen Akkadern zusammen und frühe Sagen um Gilgamesch, der um 2700 v. tatsächlich gelebt haben sollen, wurden zu größeren Erzählungen verschmolzen. Im 12. Jahrhundert v. Chr. gestaltete dann ein Sin-leqe-unnini genannter Dichter (der um 1200, vielleicht sogar früher, in Uruk wirkte und Stammvater einer späteren Priesterfamilie wurde) das heute als Gilgamesch-Epos bezeichnete Werk. Der Assyrerkönig Aschurbanapli (669-627 v.) ließ das gesamte Werk in der Tontafelbibliothek zu Ninive aufstellen, doch sind davon leider nur Bruchstücke erhalten. Darum ist man gezwungen, das Epos aus teils erheblich älteren, teils jüngeren Bruchstücken zu rekonstruieren.

Als Textgrundlage dient im „Schwarzen Netz” die 2003 bei Reclam erschienene, von Wolfram von Soden herausgegebene Übersetzung von Albert Schott. Die Seitenangaben beziehen sich auf diese Ausgabe des Gilgamesch-Epos).