| Sumerer | ||
(auch Nintu, Ninsikil, Damgalnunna) Eine sumerische Muttergöttin.
Enki war von der Ninhursanga Vater der Nimnu geworden. Mit Nimnu zeugte Enki die Nikurru, mit Nikurru die Uttu. Diese wollte nicht ebenfalls Nachfahrin und Geliebte Enkis sein und zog — von ihrer Urgroßmutter Ninhursanga vor Enki gewarnt — statt eines Daseins als Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttin die Arbeiten des Webens und Waschens vor, weshalb sie Göttin dieser Tätigkeiten war. Enki verkleidete sich jedoch als Gärtner und konnte so doch noch die Uttu schwängern. Diese kam nun nicht mit einer Tochter nieder, sondern gebar acht geheimnisvolle Pflanzen. Enki fand diese Gewächse so verlockend, daß er seinen Helfer Isnim sie zu holen aussandte und diese Pflanzen verspeiste. Solche Tat entsetzte Ninhursanga und sie verließ Enki, womit auch die Fruchtbarkeit der Erde nachließ. Überdies fand sich Enki von den acht Pflanzen vergiftet und litt nun an acht Krankheiten. Damit waren sowohl Fruchtbarkeit als auch Schöpferkraft dahin. Doch konnte Ninhursanga vom schlauen Fuchs zur Rückkehr bewegt werden und sie gebar acht Erd- und Vegetationsgötter (... ,Abba, ..., Inzak), welche die Krankheiten Enkis heilten, wodurch Schöpferkraft und Fruchtbarkeit wiederhergestellt waren (UHLIG, 29f.).