| Sumerer | ||
Eine sumerische Muttergöttin.
Als die Göttin Nammu aus dem Lehm Mesopotamiens die ersten Menschen als Abbild Gottes formte, halfen ihr dabei acht Göttinnen, von denen die mächtigste Ninmah war. Diese neidete der Nammu ihre Schöpfung und formte sie aus dem übrigen Lehm sieben mit Gebrechen geschlagene Wesen, welche die Menschenschöpfung mit Makel befleckten.
Nach sumerischen Mythos stöhnten die Götter ob der Last ihrer zahlreichen Aufgaben. Eine Göttin, Nammu, fragte ihren Sohn Enki, ob der Abhilfe wisse. Enki, der bis dahin geschlafen hatte, riet seiner Mutter, über dem Süßwasserozean Abzu aus Lehm Wesen zu formen, die den Göttern zur Hand gehen könnten. So tat Nammu und schuf Menschen, wobei ihr acht Göttinnen halfen. Eine von denen, Ninmah, neidete jedoch der Nammu ihre Schöpfung und Enkis Idee und, weil sie diese nicht mehr widerrufen konnte, sie formte aus Lehm sieben kranke und gebrechliche Wesen. Enki rückte die Tat Ninmahs insoweit gerade, als er das Gebrechen in seine Weltordnung einfügte und als Vollendung vollkommenen menschlichen Lebens den umu’ul, den schönen Greis, schuf (UHLIG, 26f.).