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| Tarot | |
(Pl. v. lat. arcanum, Das Eingeschlossene) Dieser Begriff, eingedeutscht Arkana oder Arkanen geschrieben (Sg. Arkanum), wurde zuerst von Paul CHRISTIAN (=Jean Baptiste Pitois, 1811 bis 1877) verwendet. Der Ausdruck betont das Tarot als altehrwürdiges Weisheitsbuch und vermeidet sorgfältig den Begriff Karte war zuvor bereits ein Begriff für geheimgehaltene Elemte traditioneller Mysterienkulte. (GRAF, 125-127)
Schon vor CHRISTIAN hatte Court de GÉBELIN von allegorischen Gemälden gesprochen, ÉTTEILLA verwendete den Ausdruck lamen, der für goldene Plättchen mit eingeritzten Zeichen stehen soll und Éliphas LÉVI benutzte das Wort Schlüssel. Aber erst CHRISTIAN fand mit Arcana einen Begriff, der sich allgemein durchsetzen konnte und heute in der Tarot-Literatur gang und gäbe ist. (ebd.
Unterschieden werden heute häufig die Großen Arkana und die Kleinen Arkana. Die Großen Arkana sind die zweiundzwanzig Karten der Trümpfe, wobei man deren gedachte Gesamtaussage auch als ein einziges tiefsinniges Großes Arkanum bezeichnen kann. Kleine Arkana nennt man die sechzehn Hofkarten und die vierzig Zahlenkarten.
Diese Unterscheidung wurde in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts von Ély Star eingeführt, der ein Buch mit dem Titel Mystères de lhoroscope (Geheimnisse des Horoskops) verfaßte, in dem er die astrologischen Bezüge, die Paul CHRISTIAN eingeführt hatte, erneut aufgriff. (GRAF, 138)