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| Tarot - Große Arkana | |
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Die auf dieser Karte häufig dargestellten Tropfen sind nach Court de Gebelin die Tränen der Isis, die den Nil anschwellen ließen und Ägypten befruchteten. Arthur E. WAITE hielt diese Behauptung für wertlos und wies darauf hin, daß andere okkulte Schriftstelle in diesen Gebilden hebräische Jods erkannten (Bilderschlüssel zum Tarot, 33f.)
Die Karte bedeutet das Mysteriöse und Übersinnliche, Intuition, den Weg in den Abgrund der eigenen Seele, aber auch Illusion, Hysterie, Lug und Trug.
Wolf und Hund, die auf der hier abgebildeten Karte den Mond anheulen, weisen auf die tierische, unterbewußte Urnatur des Menschen an, die vom Mond beeinflußt wird, wie der Mond auch in der Sphäre des Sichtbaren wirkt (Ebbe und Flut).
Der Krebs schickt sich gerade an, den Weg aus dem Wasser zu beschreiten, wie sich einst alles Leben und damit auch das des Menschen im Meer entwickelt haben soll, um später das Land zu erobern. Bevor es allerdings so weit ist, muß das fruchtbare Ufer verlassen werden und durch das Tor hindurch (Säulen) das beschwerlichere Hügelland aufgesucht werden.
Wie der Mond ein wechselhaftes Gestirn ist, so mahnt diese Karte, sich des wechselnden Schicksals zu erinnern. Beim Abstieg in das eigene Unterbewußte lauert auf den Suchenden immer die Gefahr, Trugbildern aufzusitzen oder aber unangenehme Wahrheiten als solche zu erkennen.
Stichwörter zur Deutung sind Beliebtheit, Einflüsse negativer Art, unerkannte Gefahren, schwache Gesundheit, Illusionen, Irrtum, Sensibilität, Träume, Verrat, Vorahnungen, dauernder Wandel.
Immer kommt es darauf an, in welchem Umfeld die Karte liegt und, soweit dieses berücksichtigt wird, ob die Karte aufrecht oder umgekehrt liegt.
Im Haindl Tarot sind diesem Trumpf der hebräische Buchstabe Qof (Hinterkopf) und die Rune Odala bzw. Otil (Besitz) zugeordnet, astrologisch das Zeichen Fische.