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 Tarot - Trümpfe
 
 

Der Narr

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(frz. Le Mat, engl. The Fool) Die Karte des Narren trägt die Zahl 0, er kann als Ausgangspunkt der Reihe der Großen Arkana gesehen werden oder als deren Abschluß, der seinerseits Ursprung eines weiteren Zyklus ist. In diesem Fall hat er die Nummer XX (22).

Als Grundbedeutungen dieser Karte, die meistens einen jungen Mann darstellt, der als närrischer Hans-Guck-In-Die-Luft in Begleitung eines kleinen weißen Hundes auf einen Abgrund zugeht oder dem die Bodenhaftung fehlt (z.B. bei Crowley), werden unbekümmerter, kindlicher Leichtsinn, Zuversicht und unvermeidliche Fehler angegeben.

Stichwörter zur Deutung sind Abenteuer, Abreise, Ankunft, Begeisterung, Disziplinlosigkeit, Enthusiasmus, Entschlußschwäche, Gedankenlosigkeit, Gefährdung,Geschäfte, Idealismus, Leichtfertigkeit, Nachlässigkeit, Sorglosigkeit, Suche, Torheit, Zeit des Übergangs, Umzug, Unbefangenheit, Unbeschwertheit, Unreife, impulsives Verhalten, Verzückung.

Bei der Deutung der gelegten Karten kommt es sehr auf das Umfeld des Narren an. Liegen in seiner Nachbarschaft günstige Karten, so eröffnet die Grenzenlosigkeit der närrischen Phantasie ungeahnte Möglichkeiten, andernfalls steht Der Narr für Verschrobenheit und Narretei bis zum Wahnsinn.

Der Narr ist als einziger der Trümpfe des Tarot auch in moderne Spielkarten übernommen worden. Er entspricht dann dem Joker, der frei gesetzt werden kann, wie auch der unbekümmerte Narr keine Regeln kennt.

Schin.
Aleph.
 
Zugeordnet ist dem Narren der hebräische Buchstabe Shin (nach SCOTT HOLLANDER, 135), bei Crowley ist es der erste Buchstabe Aleph („Ochse”, „Pflug”; AKRON u. BANZHAF, 28).

Zeichen Luft.
 
Rune Yr.
 
Als weitere Entsprechungen zur Karte Der Narr werden die Rune Yr und das Element Luft genannt (AKRON u. BANZHAF, 25).